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AG-Angebote am Donnerstag

14:00 bis 15:00 Uhr


Attachment in persons with a visual and intellectual disability: from assessment to treatment

AG Psychologie

  • Prof. dr. Paula Sterkenburg, Department of Clinical Child and Family Studies of the Faculty of Behavioural and Movement Sciences & Bartiméus, Niederlande

After an introduction on the relationship between stress and attachment, the importance of building an attachment relationship will be explained. The risk factors which can play a role in building a secure attachment relationship with children with a visual impairment or visual-and-intellectual disability be discussed. Recent developments regarding assessment of attachment problems will be presented. Some possible interventions will be highlighted based on scientific research and practical experience in the field of care for children and adults with a visual and/or intellectual disability.


Digitale AG-Arbeit – Möglichkeiten der Kollaboration und Vernetzung mit verschiedenen digitalen Werkzeugen

AG IT

  • Michael Schäffler, Erich Rüger

In der Coronazeit kamen viele digitale Werkzeuge zum Einsatz, deren weitere Nutzung in der Verbandsarbeit von Nutzen sein könnten. Diese sollen vorgestellt werden und in einer Austauschrunde diskutiert werden. Wie soll künftige Verbandsarbeit unterstützt durch digitale Möglichkeiten aussehen?


Inklusive Freizeit - Sind wir auch dabei? Inklusion von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen. Voraussetzungen, Möglichkeiten, Grenzen

AG Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen

  • Thomas Loscher

Freizeit mit sozialen Kontakten positiv zu gestalten ist ein wesentliches Bedürfnis aller Menschen. Dazu gehört vor allem, sinnvolle und individuell motivierende Aktivitäten zu finden, bei denen auch Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen werden können. Doch gelingt dies auch für Menschen, die neben einer Sehbeeinträchtigung noch weiteren Unterstützungsbedarf haben? Welche Voraussetzungen muss die Freizeitgestaltung erfüllen, damit inklusive Bedingungen für Menschen mit komplexer Behinderung geschaffen werden können? Was sind Gelingensbedingungen im Alltag, wo stößt man auf Barrieren? Kann oder muss man Inklusion hier anders denken? Und welche Rolle spielt dabei eigentlich die Rolle der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik? Über diese und weitere Fragen sollen in dieser Veranstaltung diskutiert werden.


Selbstbestimmte Teilhabe in der Pflegeeinrichtung

AG Rehabilitation und gesellschaftliche Teilhabe sehbehinderter und blinder Seniorinnen und Senioren

  • Sabine Kampmann, Franziska Köhler, Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“, Blindeninstitut Würzburg

Laut WHO definiert sich der Begriff Teilhabe als „Einbezogensein in eine Lebenssituation“ – doch was bedeutet das in einer Pflegeeinrichtung? Mitarbeitende der Pflege und Sozialen Betreuung stehen nicht selten vor der Herausforderung, wie sie Angebote für und mit Seniorinnen und Senioren gestalten können, um den ganz verschiedenen Ressourcen, Wünschen und Beeinträchtigungen – insbesondere bei sinnesspezifischen Einschränkungen – gerecht zu werden. Im Präventionsprogramm „Gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen“ konnten sowohl auf institutioneller als auch auf individueller Ebene unterschiedliche Erfahrungen gesammelt werden. Diese sollen in Fallbeispielen dargestellt werden, um zu verdeutlichen, dass Teilhabe nicht für jede und jeden das Gleiche bedeutet. Anhand von praktischen Alltagssituationen aus der Lebenswelt pflegebedürftiger Seniorinnen und Senioren soll im Vortrag aufgezeigt werden, wo und wie Teilhabe in diesem Setting ermöglicht werden kann, welchen Beitrag die interdisziplinäre Zusammenarbeit leisten kann und welche strukturellen Voraussetzungen es dafür braucht.


Einarbeitungs- und Qualifizierungskonzept für die Tätigkeit (pädagogischer) Fachkräfte in den besonderen Wohnformen für Menschen mit einer Sehbehinderung

AG Leben und Wohnen

  • Matthias Nowak, Cathleen Hestermann, Tino Landmann

Die besonderen Wohnformen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Sehbehinderung benötigen für eine qualitative und adäquate Betreuung und Förderung Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen. Hierzu zählen insbesondere Erzieher*innen, Heilpädagog*innen, Sozialpädagog*innen. In den Ausbildungs- und Rahmenstudienplänen sind i.d.R. allgemeine pädagogische Grundlagen in der Vermittlung von Kenntnissen verortet. Diese Abschlüsse sind meistens „berufsqualifizierend“, aber nicht spezialisiert. Spezielle Kenntnisse für die pädagogische Arbeit und Betreuung von Menschen mit einer Sehbehinderung werden hier weitestgehend nicht vermittelt. Im gemeinsamen Dialog mit Fach- und Leitungskräften, sowie zukünftigen Fachkräften sollen Mindeststandards entwickelt werden, die notwendig sind, um qualifiziert Tätigkeiten und Aufgaben in den besonderen Wohnformen zu übernehmen. Im Ergebnis wird ein Konzept erstellt, welches als Qualitätskriterium und Orientierung eine allgemeine Gültigkeit haben soll. Die Arbeit mit verschiedenen Perspektiven, unterschiedlichen Erfahrungswerten und Ansprüchen der Workshopteilnehmer*innen führt zu einem gelingenden Austausch, Vermittlung von Fachstandards und weckt vielleicht bei zukünftigen Kolleg*innen Interesse an der Tätigkeit in einer besonderen Wohnform für Menschen mit einer Sehbehinderung. Mittels eines Einstiegsvortrages wird zum regen Austausch zwischen Expert*innen und Interessierten angeregt, sodass einerseits Wissen über die Arbeit in den besonderen Wohnformen transportiert wird, aber auch Mindestanforderungen in einer gelingenden Arbeit mit Menschen mit einer Sehbehinderung und speziellen Bedürfnissen herausgearbeitet werden.


Förderschwerpunkt Taubblind/ Hörsehbehindert- Über die Grenzen der Förderung im (Schul-)Alltag bei rein additiver Betrachtung der Behinderungen Hören und Sehen

AG Taubblindheit / Hörsehbehinderung

  • Tanja Geck

Obwohl Taubblindheit als eigene Behinderung anerkannt und Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis ist, fehlt in der Konsequenz ihre Anerkennung als Förderschwerpunkt. Liegt eine Benachteiligung der betroffenen Schüler*innen vor? Wir sagen: JA! Ausgehend von der Betrachtung des Ist-Standes in Deutschland soll dieser Beitrag die Möglichkeit des Austausches und der Diskussion bezüglich eines möglichen Soll-Standes sein. Notwendige Schritte und weitere Vorgehensweisen auf dem Weg dorthin können abgestimmt werden. Auch die in den Bundesländern unterschiedlichen Vorgehensweisen beispielsweise die Frühförderung, den Mobilen Dienst oder die Lehrerausbildung betreffend sowie Erkenntnisse/ Forderungen aus wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema gehören, ebenso wie die Schwierigkeit der unterschiedlichen Definitionen des Personenkreises, zum Beitrag. Die Idee zu diesem Beitrag entstand aus vielfältigen Beratungs- und Gesprächssituationen mit Betroffenen, Eltern und Kolleginnen der unterschiedlichsten pädagogischen Bereiche. Allen gemeinsam ist, dass Entwicklung und Förderung im (Schul-)Alltag an ihre Grenzen stoßen, wenn man weiterhin Taubblindheit/ Hörsehbehinderung additiv (Hören plus Sehen/ Sehen plus Hören) betrachtet.


Judo – eine ideale Sportart für Menschen mit Seheinschränkungen oder Blindheit

AG Sport und Bewegung // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Markus Zaumbrecher, Leiter HBRS Landesleistungszentrum Para-Judo

In diesem Workshop wird die Sportart Judo theoretisch und praktisch vorgestellt. Auf lange Erfahrung basierend wird vermittelt, inwiefern Judo gerade für Menschen mit Seheinschränkungen oder Blindheit eine ideale Sportart hinsichtlich physischer, psychischer und sozialer Aspekte darstellt und welchen pädagogischen Mehrwert Judo für sehbehinderte Kinder und Jugendliche beinhaltet. Das Erlangen motorischen Fähigkeiten ist dabei ebenso selbstverständlich, wie das Erlernen von Selbstsicherheit und Selbstvertrauen, sowie die Fähigkeit zur Selbstbehauptung bis hin zur Selbstverteidigung. Im praxisbasierten Teil des Workshops werden die grundlegenden Bestandteile des Judosports demonstriert und die methodischen Herausforderungen sowie die Umsetzungsmöglichkeiten dargestellt. Bei einigen Übungen können interessierte Teilnehmer*innen mitmachen und dadurch gefahrlos den Judosport durch taktile, emotionale und motorische Erfahrungen hautnah kennenlernen. Dabei wird auch auf die Herausforderungen und die methodischen Lösungen bei der Vermittlung von Judo für Menschen mit Sehbehinderungen eingegangen. Es wird exemplarisch vorgestellt, wie sehbehinderte Menschen spielerisch durch Judoübungen ihr Orientierungsvermögen und die Körperwahrnehmung verbessern können und dabei Vertrauen in sich und die Trainingspartner erlangen. Durch das Erlernen von sogenannten Falltechniken, gemeint ist damit der gefahrlose und verletzungsfreie Übergang vom Stehen in die Bodenlage, werden Bewegungsabläufe für eine alltagstaugliche Fallprävention (zum Beispiel bei Stürzen) vermittelt. Es wird deutlich, welche motorischen Fähigkeiten Menschen mit Blindheit dabei erlangen können, sei es als breitensportlich ambitionierter Sportler oder als leistungsorientierter Athlet.


Barrieren im Mathematikunterricht - bewährte und innovative Lösungskonzepte

AG IT & AG Mathematik-Naturwissenschaften // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Ulrich Kalina

Der Einsatz digitaler Medien im Mathematikunterricht eröffnet neue Chancen, wirft aber auch kritische Fragen auf - vor allem hinsichtlich der Barrierefreiheit  und der Nutzbarkeit in inklusiven Lernsettings. Folgende Problemfelder sollen in diesem Workshop als Schwerpunkte näher beleuchtet werden: Mathematikschrift - Ist LaTeX noch aktuell? Was bringen MathML, AsciiMath und MathJax? // Dynamische Grafiken in Mathe - Beispiele GeoGebra und Lernvideos // Geometrie zum Anfassen mit blista-GeoPuzzles - Unterrichtsmaterial im universal design


Herausforderungen im Biologieunterricht: vom Mikroskopieren und der Arbeit mit Modellen

AG Biologie // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Tanja Schapat, Tobias Mahnke

In der Biologie werden neben Abbildungen auch häufig Modelle im Unterricht eingesetzt. Einige Standard-Schulmodelle jedoch sind für blinde und sehbehinderte Schüler*innen nur von eingeschränktem Nutzen. Die Referenten stellen positive und negative Beispiele für Modelle vor. Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, wie mit einfachen Mitteln Modelle erstellt und zielführend im Unterricht eingesetzt werden können. So wird z.B. der Dünndarm mit einem Frotteehandtuch und einer Strumpfhose erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt des fachspezifischen Arbeitens stellt das Mikroskopieren von Zellen dar. Zur Umsetzung dieses Themas stellen die Referenten Vorschläge vor, die blinde Schüler*innen aktiv in das Unterrichtsgeschehen einbinden. Die einzelnen Modelle und Aspekte zum Mikroskopieren werden in zwei Räumen mit jeweils einem Referenten präsentiert, sodass die Teilnehmer eigene Schwerpunkte im Workshop setzen können. Gerne können konkrete Fragestellungen zur Diskussion mitgebracht werden.

15:30 bis 16:30 Uhr


Wer nicht fühlen will, muss hören - Chancen flexibler Nutzung von Brailleschrift und Sprachausgabesystemen

AG Braille

  • Prof. Dr. Fabian Winter, Peter Hänggli, Dr. Petra Aldridge, Vivian Aldridge

Verbannt die aktuelle Vielfalt an koexistierenden Zugangsmöglichkeiten zu Informationen die seit über 200 Jahren bewährte Brailleschrift in die Besenkammer der Geschichte? Oder komplementiert nicht eher die Brailleschrift andere Medien zu einem wahren Repertoire von Arbeitstechniken? Bringt nicht erst diese Vielfalt die nötige Flexibilität für die Meisterung allerlei Situationen im beruflichen und privaten Leben mit sich? Welchen Einfluss hat das auf Methodik und Didaktik im schulischen Umfeld? Was müssen unterrichtende Personen an Know-how bezüglich Arbeitstechniken mitbringen, um erfolgreiches Strategiedenken zu vermitteln? Wir wollen ausdrücklich nicht defizitäre Brailleschrift-Kenntnisse problematisieren, sondern uns auf die Stärke zur Befähigung der Nutzung diverser Medien fokussieren. Prof. Fabian Winter von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik, Zürich (HFH) spannt den wissenschaftlichen Bogen von den Forschungsergebnissen aus der Studie Zukunft der Brailleschrift (Zubra) zu unseren Themen und Thesen. Psychologe und Pädagoge Peter Hänggli, früher Klient und nun Mitarbeiter der Schweizerischen Fachstelle für Sehbehinderte im beruflichen Umfeld (SIBU) in Basel schöpft aus der eigenen Erfahrung. Er hat 2019 aufgrund fortschreitender RP die Brailleschrift und die Arbeit mit Sprachausgabe in Kombination mit seinem Sehrest erlernt. Mit ihm und dem Publikum diskutieren wir Fragen wie: Muss man sich für ein Medium oder das andere entscheiden, oder gibt es ein Entweder/Und? Wie ergänzen sich Hörstrategien und Brailleschrift? Wo eignen sie sich besonders und wo liegen ihre Grenzen? Ist die Sprachausgabe eine Gefahr fürs Erlernen der Brailleschrift?


Visuelle Wahrnehmungsstörungen für Einsteiger

AG CVI

  • Dr. Lydia Unterberger

Der Vortrag „Visuelle Wahrnehmungsstörungen“ richtet sich insbesondere an BerufsanfängerInnen bzw. Neueinsteiger im Bereich der visuellen Wahrnehmungsstörungen (kurz CVI aus dem Englischen von Cerebral Visual Impairment). Ziel ist es, die wesentlichen Grundlagen bzgl. Definition und Klassifikation, Symptomatik, Grundlagen der Diagnostik und Begleitung von Kindern mit CVI bzw. deren Familien.


Heutige Möglichkeiten der Low Vision-Versorgung mit Tablet-PC’s bei Sehbeeinträchtigungen – Today’s possibilities in using low vision aids in combination with tablet PC’s for visually impaired people

AG Low Vision

  • Eva Kunz, Fokus-plus, Olten, Schweiz
  • Frank Laemers, Pädagogische Hochschule Heidelberg
  • Kirsten Wahren-Krüger, W. Bloomfield, USA

Der Gebrauch von Tablet-PC’s und Smart-Phones ist längst, u. a. wegen ihrer Möglichkeiten der Vergrößerung, auch für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen selbstverständlich geworden und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sind mit vollem Recht auch aus dem Alltag an Schulen zur Förderung des Sehens nicht mehr wegzudenken. Was vielen aber nicht bekannt zu sein scheint ist, dass sich in Kombination mit einer erhöhten Nahaddition bzw. Lupenbrille o. ä. die Sehleistung und vor allem auch der Sehkomfort noch zusätzlich verbessern lassen. Wie das funktioniert und warum dies so bedeutsam ist soll in einem kurzen Vortrag demonstriert werden. Dazu werden Beispiele aus der Praxis vorgestellt und es wird zu einer gemeinsamen Diskussion eingeladen. Dieses AG-Forum dient als kleiner Vorgeschmack auf eine fachpraktische Tagung der AG Low Vision zu diesem überaus wichtigen Thema.


Vielfalt der Lebenswelten - Besondere Wohnformen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Sehbehinderung

AG Leben und Wohnen

  • Matthias Nowak, Cathleen Hestermann, Tino Landmann & weitere Personen

Die besonderen Wohnformen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer Sehbehinderung sind vielfältig. Sie ermöglichen Teilhabe in der Gruppe von Menschen in ähnlichen Lebenssituationen sowie am Leben in der Gesellschaft und schaffen damiteinen geeigneten Lebensraum für jede:n Bewohner:in Die Vermittlung von Lebensqualität, Selbstbestimmung und Selbstbevollmächtigung bilden einen wichtigen Bestandteil in der Begleitung und Förderung. Teilhabe und Inklusion betreffen neben dem Wohnen vor allem auch Bildung, Ausbildung, Arbeit und Beschäftigung. Inhalte des spezifischen Curriculums finden sich deshalb in den Hilfe-, Teilhabe- und Gesamtplänen wieder. Dabei ergänzt das Internat im schulischen Bereich die Inhalte der Bildungspläne. Wir möchten in dieser Präsentation die vielfältigen Angebote des Bereichs „besondere Wohnformen“ vorstellen und mit den Teilnehmenden des Vortrags ins Gespräch kommen. Weiterhin möchten wir Weiterentwicklungs-/Veränderungsbedarfe, die sich aus den Vorgaben des BTHGs für besondere Wohnformen ergeben, diskutieren.


Erfahrungsaustausch mit PsychotherapeutInnen und PsychologInnen mit Sehbehinderung oder Blindheit

AG Psychologie

  • Dipl.-Psych. Regina Deckert, Dipl.Psych. Annette Stelker, M.Sc. Schulpsychologie Karina Schaude & weitere Personen

Sowohl in eigener Psychotherapeutischer Praxis als auch in Bildungseinrichtungen für Menschen mit Sehbehinderung/Blindheit arbeiten PsychotherapeutInnen und PsychologInnen, die selbst betroffen sind. Wir möchten ins Gespräch kommen zu den unterschiedlichsten Themen: Wie kam es zu dieser Berufswahl? Ist „Psychologie“ ein besonders gut geeigneter Beruf für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit? Welche Erfahrungen werden in eigener Praxis und in Bildungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Sehbehinderung/Blindheit gemacht? Und viele weitere Fragen.


Geometrie – wie soll das denn gehen?

AG Mathematik-Naturwissenschaften

  • Dagmar Finn-Jahn

Geometrie mit blinden und sehbehinderten Schülerinnen und Schülern stellen Lehrkräfte immer wieder vor Herausforderungen. Wie kann es gelingen, dass Zeichnungen angefertigt werden können? Warum soll diese Schülerschaft das überhaupt lernen? Geometrische Aufgabenstellungen in den Lernstandserhebungen und Schulbüchern werden meist visuell verdeutlicht oder beschrieben. Was kann man tun, dass der Lernstoff trotzdem blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler erreicht? Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es? Verschiedene Werkzeuge und Medien zu ausgewählten geometrischen Themen sollen vorgestellt, selbst ausprobiert und diskutiert werden.


Pack-Poi

AG Bewegung und Sport // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Uwe Mögel

Im Workshop gibt es eine kurze theoretische und vor allem praktische Einführung in die Sportart Pack-Poi.


Der E-Buch-Standard und seine Werkzeuge

AG IT & AG Mathematik-Naturwissenschaften // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Simone Dewald, Katrin Vitt, Barbara Henn

Seit 15 Jahren hat sich der E-Buch-Standard als Format für Schulbücher und Arbeitsblätter für blinde Schüler in Deutschland etabliert. Der Standard unterstützt die Schüler beim effektiven Arbeiten im Dokument - er ermöglicht eine schnelle Orientierung über den Inhalt, ein sicheres Anspringen bestimmter Bereiche und eine sinnvolle Bearbeitung von Aufgaben. Um als Lehrkraft barrierefreie Materialien nach dem E-Buch-Standard ohne großen Aufwand erstellen zu können, wurde in den letzten Jahren das E-Buch-Menü für Word immer wieder überarbeitet und ergänzt. Auch für sehbehinderte Schüler bietet das E-Buch-Menü Möglichkeiten, die individuellen Anforderungen der Schüler zu erfüllen. Neben dem Einfügen der E-Buch-Tags lassen sich mit Hilfe des Menüs automatisiert Seitenzahlen und Zeilennummerierungen hinzufügen und über Filter und Stilanpassungen verschiedene Endversionen erstellen. Neu ist die Möglichkeit, mit Hilfe des Mathematik-Umwandlungs-Menüs unabhängig von weiterer Software LaTeX-Ausdrücke in die Formeleditorschreibweise umzuwandeln, sodass sehbehinderte Schüler die Formeln in zweidimensionaler Form lesen und auch bearbeiten können. Durch viele Praxisübungen bietet dieser Workshop Raum zur intensiven Erprobung, darüber hinaus ist ein Austausch über didaktische Möglichkeiten und Werkzeuge zur Qualitätssicherung vorgesehen.


Rock und Popsongs – elementar arrangiert zum Mitspielen für alle

AG Musik // begrenzte TN-Zahl, Anmeldung im Kongressbüro vor Ort

  • Beate Hesse, Thomas Loscher

Wie können Schülerinnen und Schüler und auch Lehrende mit unterschiedlichsten musikalischen Vorerfahrungen und Fähigkeiten  zusammen in einem Klassenensemble oder in einer Band  ein gutes Klangerlebnis erreichen? In diesem Workshop werden Rock- und Popsongs sowie Songs aus dem Bereich Weltmusik so arrangiert, dass es für jedes „Bandmitglied“, vom „Ein-Ton-Spieler“ bis zum fortgeschrittenen Musiker eine passende und interessante Spielmöglichkeit gibt. Ziel des Workshops ist es „Handwerkszeug“ für die Leitung heterogen zusammengesetzter Musikklassen und Bands vorzustellen